Archive for the ‘Klima’ Category

Behauptungen statt Tatsachen – Journalismus und Politik

Mai 1, 2010

Ich bin eigentlich ein Mensch, den man nicht ganz so leicht auf die Palme bringt. Aber dummes Klimaskeptiker-Gewäsch und anderer Unfug schaffen das dann doch immer wieder einmal. Aus diesem Grunde habe ich auf meinen anderen Blog gerade eine Medien- und Politikerkritik unter obigem Titel eingestellt. Dampf musste abgelassen werden. Die Beispiele betreffen einen halbwegs aktuellen Artikel im Spiegel zum ersten Thema, was das ehemalige Qualitäts-Magazin in meinen Augen ziemlich diskreditiert. Der andere Unfug wären eine Äußerung zur Vorratsdatenspeicherung, Angst vor Guantánamo-Opfern, sowie Fascho-Sprüche über Griechenland und die Griechen. Im Prinzip geht es mir darum, dass man Faktentreue und Faktenoffenlegung fordern sollte, sowohl von Journalisten als auch von Politikern. Wenn sie das nicht tun, dann sollte man ihre Aussagen einfach vergessen und für nichtig erklären, auf keinen Fall aber verbreiten, jedenfalls nicht unkommentiert. Politiker und Journalisten haben in meinen Augen die Verpflichtung, sich auf Tatsachen zu berufen und Fakten zu prüfen und nicht irgendwelche halbgaren Glaubensbekenntnisse abzugeben. Das sollten sie doch lieber Stammtisch und Religionen überlassen, in Staat und Gesellschaft sind Behauptungen ohne Wissensbasis fehl am Platze. Ein Hinweis zu netzwerk recherche e.V. für alle, die an ernsthafter Recherche interessiert sind. Und ein Plädoyer an die Politik, Fehler zu berichtigen und an die Konsumenten von Politikeraussagen und die Medien, Fehler gegebenenfalls auch zu verzeihen.

Fotowettbewerb Stralsund & Inseln verlängert bis 1.5.2010

April 23, 2010

Thema: Nachhaltiger Tourismus und Klimawandel

Aufnahmeorte: Region Stralsund, Rügen, Usedom, aber auch andere Küstenabschnitte Mecklenburg-Vorpommerns

Noch bis zum 1.5.2010 können pro Person 3 Fotos + Beschreibung eingereicht werden, Ort und Datum (zumindest ungefähr), Kontaktdaten.

Zur Wettbewerbsdatenbank

Haff-Expedition – Fotowettbewerb 1.-31.7.2009

Juli 7, 2009
Strand Mönkebude, Stettiner Haff (G. Schernewski)

Strand Mönkebude, Stettiner Haff (G. Schernewski)

Der Startschuss für den nächsten Fotowettbewerb der EUCC – Die Küsten Union Deutschland e.V. ist gefallen. Jeder kann vom 1.-31.7.2009 kostenlos mitmachen und bis zu drei Fotos zum Thema Tourismus & Klimawandel für den Wettbewerb einreichen. Fotos sind gefragt, die positive und negative Aspekte oder Konflikte von Tourismus & Klimawandel abbilden, nach Möglichkeit rund ums Stettiner Haff aufgenommen worden sind, zumindest aber an der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste.

Die drei besten Beiträge werden von einer Jury gekürt und mit regionalen Preisen belohnt. Sie werden am 8. August auf dem Naturpark- und Strandfest in Grambin präsentiert und von 4.-6. September auf der Kreisleistungsschau in Pasewalk.

Teilnahme und Teilnahmebedingungen: http://www.dolphinfund.de/haff-expedition.html

Neues Förderprogramm für den kommunalen Klimaschutz gestartet: Difu ist „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“

Juli 7, 2008

Autorin: Sybille Wenke-Thiem, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Urbanistik

07.07.2008

Das Bundesumweltministerium startet ein neues Förderprogramm für den kommunalen Klimaschutz. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) fungiert hierbei
als „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“.

Berlin. Das Bundesumweltministerium (BMU) hat eine umfassende Klimaschutzinitiative gestartet. Ziel ist es, Klimaschutzpotenziale durch Energieeffizienzsteigerungen und den vermehrten Einsatz regenerativer Energien effektiv zu nutzen. Mit mehreren neuen Programmen sollen Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien gefördert werden.

Die Kommunen sind eine besonders wichtige Zielgruppe für die „Nationale Klimaschutzinitiative“. Denn durch die für Städte typische Nutzungsintensität und -vielfalt wie Wohnen, Gewerbe und Industrie, Verkehr und Freizeit wird ein großer Teil klimarelevanter Emissionen erzeugt. Die Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen richtet sich daher besonders an die Kommunen.

Das BMU fördert im Rahmen der neuen Klimaschutzinitiative die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Installierung eines kommunalen „Klimaschutzmanagers“, der die Umsetzung unterstützt. Darüber hinaus werden Modellprojekte mit dem Leitbild der CO2-Neutralität, z.B. in Schulen, Schwimmbädern, Rathäusern oder Theatern, gefördert. Stehen einzelne Ersatzinvestitionen an, wie eine neue Innenbeleuchtung, gibt es für besonders energieeffiziente Technologien einen Zuschuss.

Grundlage zur Förderung der Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen ist eine neue Richtlinie, die am 18. Juni 2008 verabschiedet wurde und am Tag ihrer Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft tritt.

Die Förderrichtlinie und weitere Informationen
http://www.bmu.de/klimaschutzinitiative/

Informationen zum Antragsverfahren
http://www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative/

Im Rahmen des Förderprogramms wird zurzeit beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) eine übergeordnete „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“ eingerichtet. Sie soll als Service- und Beratungseinrichtung für Kommunen dienen und zugleich einen Wegweiser durch die Fördermöglichkeiten bieten.

Kontakt
Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz
Telefon: 0221/340308-0, Telefax: 0221/340 308-28
http://www.kommunaler-klimaschutz.de
E-Mail: kontakt@kommunaler-klimaschutz.de

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Rechtsträger ist der Verein für Kommunalwissenschaften e.V., der zur Sicherung und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch Förderung der Kommunalwissenschaften gegründet wurde.

Weitere Informationen:

http://www.kommunaler-klimaschutz.de Projekthomepage zur Initiative (im Aufbau)

http://www.bmu.de/klimaschutzinitiative/ Förderrichtlinie

http://www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative/ Informationen zum Antragsverfahren

http://www.difu.de Difu-Homepage

Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news269505

Aktion: Virtuelle Rute gegen zu schlappe EU-CO2-Ausstoß-Grenzen für Neufahrzeuge

Dezember 9, 2007

Eine leicht polemische Abhandlung über die zukünftigen Entwicklungen des europäischen Automarktes mit Aufruf zur Aktion.

Am 19. Dezember will die EU eine neue Verordnung erlassen, die die Automobilindustrie dazu verpflichtet, in einigen Jahren nur noch Neuwagen mit begrenztem, absolutem CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer herzustellen. Dem eigenen Versprechen, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2008 auf 140 Gramm pro Kilometer zu begrenzen, hat gerade die deutsche Automobilindustrie zuwider gehandelt (Hintergrundinfo zur Campact.de-Aktion). Deutsche RegierungsvertreterInnen fordern für die neue Kraftfahrzeugsteuer einen Grenzwert, der die Effizienz der Motoren mit berücksichtigt. D. h. der CO2-Ausstoß soll auf das Gewicht eines Fahrzeugs bezogen werden. Auch EU-Kommissar Verheugen unterstützt die innovationsfeindliche Lobbyarbeit der deutschen Automobilindustrie. Hörte man in der Politik auf die lobby-gesteuerten Vorschläge für CO2-Ausstoß-Grenzwerte, wären die Hersteller schwerer, deutscher Limousinen im Vorteil. Ihre Motoren zählen zu den effizientesten auf dem Markt.

Effizienz zu fördern klingt doch vernünftig, sollte man meinen. Nur ändert das überhaupt nichts am Gesamtausstoß von CO2, der wegen des hohen Gewichts der Fahrzeuge weit über dem Notwendigen liegt. Wenn man einmal darüber nachdenkt, scheint es ziemlich verrückt, dass man überhaupt mehr als eine Tonne Stahl und andere Materialien benötigen soll, um so ein Menschlein oder auch vier bis fünf durch die Gegend zu kutschieren.

Fazit: Mit ihrem hohen Gewicht belasten diese Fahrzeuge die Umwelt über die Maßen und natürlich auch die Geldbeutel der gutgläubigen Nutzer dieser Fahrzeuge. Greenpeace hat mit dem Smile-Prinzip schon vor mehr als 10 Jahren ein Konzept vorgestellt, wie man den Spritverbrauch von ganz normalen Serien-Fahrzeugen um 50 Prozent drücken kann. Es blieb nicht nur beim Konzept. Der Smile fährt noch nach über 10 Jahren, mit mehr als 70000 km auf dem Buckel und 170 km/h Spitze auf den Straßen herum und braucht tatsächlich halb so viel Sprit wie seine damalige Vorlage, der Renault Twingo. Damals kam auch der Lupo auf den Markt, der vom eigenen Hersteller extrem schlecht vermarktet wurde und überteuert bald wieder verschwand.

Außerdem: Wer einmal in einem Kleinwagen mit 90 PS gefahren ist, weiß, dass solch ein Fahrzeug wesentlich spritziger und sportlicher daherkommt als eine schwere Limousine mit beeindruckend erscheinenden 200 PS es vermag. Das Mehr an Pferdestärken ist nur notwendig, weil mehr träge Masse bewegt werden muss. In Teilen Baden-Württembergs, wo viele der schwerfälligen Karossen hergestellt werden, kennt man den Spruch „lieber klein und zackig als groß, dumm und dappig“. Deutsche Autobauer scheinen ihn nicht zu mögen. Deshalb haben einige von ihnen vor wenigen Tagen den Worst EU Lobbying Award 2007 verliehen bekommen. Ein Filmchen im Michael Moore Stil zeigt, wie die verschiedenen Preisträger auf die Glückwünsche reagieren.

Wie man in Kalifornien Sportautos mit viel Kreativität und ein bisschen Nachdenken mit alternativem Antrieb entwickelt, stellte Kerstin Kohlenberg im Zeit-Dossier Der Herausforderer im März 2007 vor. Wem es nicht unbedingt auf Sportlichkeit ankommt, sondern auf altmodischen Protz, lässt sich von weniger Gewicht natürlich nicht überzeugen. Aber viele Menschen, wahrscheinlich sogar die meisten, benötigen einfach nur ein wendiges, flexibel einsetzbares Transportmittel für sich und ihre Einkäufe, für Urlaubsfahrten und Ausflüge. Sie würden von halbierten Spritpreisen für ihre Fahrten sehr profitieren und dafür sicherlich gerne auf unnötiges Gewicht verzichten. Die meisten BürgerInnen dürften heute aufgeklärt genug sein, nicht mehr auf die Vermarktung des Autos als Statussymbol und „des Deutschen liebstes Kind“ hereinzufallen. Wer will sich schon von der Automobil-Lobby für dumm verkaufen lassen!

Zur Ruten-Aktion von Campact.de geht es durch Klick aufs Banner.


www.campact.de

Drohen Sie EU-Kommissar Verheugen mit der Rute! Unterzeichnen Sie den Appell für Klimaschutz im Straßenverkehr!

Übrigens: Wer beruflich auf ein Auto verzichten kann oder in einer Gegend wohnt, wo es ein sinnvolles Angebot für Öffentlichen Nahverkehr gibt, aber ab und zu doch ein Fahrzeug braucht, der muss nicht gleich ein Auto kaufen: Carsharing ist eine gute Alternative. Heutzutage gibt es schon in mittelgroßen und sogar in einigen Kleinstädten Angebote, sich mit anderen Anwohnern ein Auto zu teilen. Die Fahrzeuge sind in der Regel neuwertig, werden regelmäßig gewartet, sind versichert und man hat mit all dem nichts zu tun, man nutzt sie einfach nur gegen eine gut bezahlbare Nutzungsgebühr.

Klima der Gerechtigkeit – Buch und Film

November 7, 2007

Am Donnerstag, den 8. November 2007 wird in Berlin in den Büros der Deutschen Umwelthilfe ein Buch über Klima, Umwelt und globale Gerechtigkeit vorgestellt.

Stefanie Hundsdorfer und Elias Perabo haben für das Buch auf 192 Seiten Beiträge von Fachleuten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik gesammelt. AutorInnen waren Vortragende auf der McPlanet-Konferenz „Klima der Gerechtigkeit“ Anfang Mai in Berlin. Dem Buch für 12,80 Euro liegt eine DVD mit einem etwa 20 Minuten langen dokumentarischen Film der Greenpeace-Gruppe Berlin bei. Auf den Greenpeace-Berlin-Seiten finden sich Mitschnitte der Hauptveranstaltungen in Originallänge.

Auf green.tv/de zeigen wir mit dem Film McPlanet-Motivation eine Zusammenfassung, in der Meena Raman (Friends of the Earth International), Ailun Yang (Greenpeace China), Hermann Ott (Wuppertal Institut), Klaus Töpfer (Ex-Generalsekretär UNEP, Ex-Bundesumeltminister) Angelika Zahrnt, Daniel Unsöld (beide Friends of the Earth Deutschland/BUND) und Roland Hipp (Greenpeace Deutschland) zu Wort kommen. Einen Bericht über die McPlanet-Konferenz auf dem green.tv/de-Blog gibt es hier.

Weitere beteiligte Organisationen des McPlanet.com waren Attac, der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung.

Wissenschaft ist das Gegenteil von Glauben

Oktober 21, 2007

Ein Kommentar zu dem Beitrag „Ich bin dein Gore … “ von Dr. Josef Joffe in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“.

Wissenschaft hat nichts mit Glauben zu tun sondern mit Fakten. Klimawandelskeptiker sind deshalb keine Ketzer sondern fundamentalistische Gläubige – aus welchen Gründen auch immer – die sich von Fakten nicht beeinflussen lassen.

Wer den ganzen Kommentar lesen möchte, lese hier weiter.

Das Interview „Der Kampf um die Lufthoheit“ mit dem Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) Hans Joachim Schellnhuber in „Die Zeit“ vom 11.10.2007 liefert noch mehr Erhellendes.

Kleinvieh macht auch Mist – Solar- statt Petroleumlampen und wie sieht eigentlich meine persönliche Klimabilanz aus?

Oktober 20, 2007

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das solarprojekt-freilassing. Der Verein entwickelt solarzellenbetriebene Lampen, die in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen. Die Lampen werden als Bausätze geliefert und in den Anwendungsländern selbst zusammengebaut. Durch ein Mietsystem sind die Lampen auch von Menschen mit extrem knappem Haushaltsbudge einigermaßen bezahlbar. Vor allem kommen keine weiteren Kosten für Treibstoff dazu.

Laut DBU-Generalsekreter Dr. Fritz Brickwedde werden alleine in Afrika 50 Millionen Petroleumlampen als Lichtquellen eingesetzt. Petroleum ist relativ teuer, rußt bei der Verbrennung, was die Gesundheit langfristig beeinträchtigt, und produziert darüber hinaus klimaschädliches Kohlendioxid.

In einem Monat verbraucht eine Petroleumlampe rund 3 Liter Treibstoff, übers Jahr ergeben sich laut DBU daraus 80 kg Kohlendioxid. Das klingt vielleicht nicht so gewaltig, aber mulitpliziert mit 50 Millionen kommen 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr zustande. Weltweit haben etwa zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität.

Zur kompletten Pressemitteilung von Franz-Georg Elpers von der DBU zu diesem Thema

CO2-Rechner für die eigene Klimabilanz

Wer seinen eigenen Kohlendioxidausstoß drosseln möchte, der kann sich auf den Klimaschutz-Seiten des Umweltbundesamtes (UBA) mit Tipps zum Stromsparen, zum optimalen Heizen, zum Spritsparen und Informationen über die Hintergründe zum Klimawandel eindecken. In Deutschland werden im Jahr etwa vier Milliarden Euro für Energieverschwendung (Standby-Schaltungen etc.) ausgegeben. Mehr zu diesem Thema bietet die vom UBA unterstützte Aktion No-Energy.

Um zu erfahren, wie weit man selbst über einem nachhaltigen Pro-Kopf-Kohlendioxid-Ausstoß von rund zwei Tonnen pro Jahr liegt, kann man den CO2-Rechner des UBAs nutzen. Hintergrundinformationen zum Rechner: Der deutsch Durchschnitts-CO2-Ausstoß liegt bei etwa 11 Tonnen pro Kopf pro Jahr, der Weltdurchschnitt bei 3,8 Tonnen.

Bundeskanzlerin Merkel unterstützt eine global gerechte Entwicklung der Klimapolitik – wie sie auf dem Nobelpreisträgertreffen Anfang Oktober in Potsdam erklärte – und erfüllt somit eine langjährige Forderung der Entwicklungsländer für einen pro-Kopf-Ansatz im Klimaschutz. Das bedeutet z.B. dass der deutsche CO2-Ausstoß auf 18 Prozent fallen muss, für die USA, die derzeit rund 20 Tonnen Kohlendioxid pro Kopf emittieren auf ein Zehntel dieses Wertes.

Das ist eine Wahnsinns-Herausforderung, vor allem für die Industrienationen, die sich bewegen müssen. So wird vielleicht verständlich, weshalb sich Forschung, Politik, Wirtschaft und Medien manchmal nur noch mit dem Klimawandel zu befassen scheinen.

Bleibt abschließend zu bemerken, dass neben Kohlendioxid noch andere Gase wie Methan und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) klimawirksam sind. Weitere Informationen darüber gibt es in der Umweltdatenbank des UBAs.

Deutsches Klima-Konsortium gegründet

Oktober 16, 2007

Im Deutschen Klima-Konsortium (DKK) haben sich Forscher aus verschiedenen natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereichen zusammengeschlossen, um die Klimaforschung voranzubringen und den Dialog mit Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft zu verbessern.

Der DKK betrachtet als eine seiner Aufgaben, den Entscheidern in Deutschland und der EU wissenschaftlich basierte, verlässliche Handlungsempfehlungen für Klimaschutz und gegen Klimaauswirkungen in die Hand zu geben.

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Friedensnobelpreis für Klimaschützer

Oktober 12, 2007

Heute wurde der Friedensnobelpreis an den UN-Klimarat (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) und den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore verliehen für ihre Anstrengungen, die Welt über den Klimawandel und seine Ursachen aufzuklären.

Durch ihre Aktivitäten werde die Menschheit in die Lage versetzt, die Ursachen des Klimawandels zu vermindern oder gar zu beseitigen und gegen seine negativen Auswirkungen vorzugehen. Bei der Preisverleihung betonte der Sprecher der Nobelpreis-Stiftung, dass der Klimawandel große Teile der Menschheit bedrohe und zu weiteren Konflikten um Ressourcen führen könne. Die Bekanntgabe der verschiedenen Nobelpreis-Gewinner kann auf dem Nobelpreis-Kanal betrachtet werden.

Der IPCC wurde bereits 1988 gegründet, auf Bestreben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen (WMO). Ziel des IPCC war es und ist es auch in Zukunft, die wissenschaftlichen Grundlagen über die Risiken des menschenverursachten Klimawandels zusammenzutragen, die weltweiten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Klimawandels einzuschätzen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie entschärft werden können und wie die Welt sich darauf vorbereiten kann.

Für seine Berichte zieht der IPCC bereits veröffentlichte und damit auch von anderen Experten begutachtete wissenschaftliche Studien zum Klimawandel heran. An aktuellen Berichten des vierten Berichtszeitraums haben 450 Hauptautoren aus 130 Länder sechs Jahre lang gearbeitet. Die in die Berichte eingegangenen Studien repräsentieren die Arbeit von 800 WissenschaftlerInnen und 2500 GutachterInnen. Die deutschsprachigen Zusammenfassungen der IPCC-Berichte: http://www.ipcc.ch/languageportal/languageportal.htm

Al Gore (Die Zeit 2006 über Gore) war von 1993 bis 2001 US-Vizepräsident unter Bill Cinton und unterlag trotz faktischer Stimmenmehrheit bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 dem derzeitigen US-Präsidenten George W. Bush. Er veröffentlichte Schriften und Bücher über Umweltpolitik und soziale Gerechtigkeit (z.B. Wege zum Gleichgewicht – Ein Marshallplan für die Erde). Seit Jahren ist er in der Welt unterwegs, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, seine Auswirkungen darzustellen und Möglichkeiten aufzuzeigen, was jeder einzelne tun kann, um die Ursachen zu vermindern, selbst wenn die eigene Regierung sich stur stellt.

Im Jahr 2007 gewann er mit seinem Film Eine unbequeme Wahrheit, eigentlich ein reich bebilderter Vortrag, aber sehr spannend, einprägsam und anschaulich präsentiert, den Oskar für den besten Dokumentarfilm. Im selben Jahr machte er mit der Konzertserie Live Earth rund um den Globus auf den Klimawandel aufmerksam. Er war für die Vereinigten Staaten von Amerika 1997 bei der Weltklimakonferenz in Kyoto. Im Jahr 1998 haben die Vereinigten Staaten das Kyoto-Protokoll (Kyoto-Protokoll Übersicht für Nicht-Experten, pdf 482 kB) unterzeichnet. Es kam aber nie zur Ratifizierung (Ratifizierungs-Protokoll ,pdf) Die EU mit Deutschland und Österreich haben das Protokoll 2002 ratifiziert, die Schweiz 2003. In Kraft getreten ist das Kyoto-Protokoll 2005. Es gilt noch bis 2012. Im Dezember dieses Jahres trifft sich die Staatengemeinschaft zur diesjährigen Weltklimakonferenz auf Bali/Indonesien.


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