Archive for the ‘Wirtschaft’ Category

Verteidigung der Pressefreiheit – Wikileaks

Dezember 21, 2010

Pressefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Denn nur aufgeklärte und gut informierte Menschen schalten sich ein, um Politik, Gesellschaft und Wirtschaft auf einen nachhaltigen Weg zu bringen.

Mehrere Unternehmen versuchen, Wikileaks in die finanziellen Knie zu zwingen. Wikileaks ist ein Presseorgan und stellt anderen Presseorganen geprüfte Unterlagen zur Recherche und Einordnung zur Verfügung. Es ist unglaublich, dass Firmen so vorgehen.

Man kommt immer noch auf die Wikileaks-Seiten, muss nur einfach mit einer Suchmaschine suchen und gelangt zur neuen offiziellen Seite in der Schweiz oder zu Mirrorseiten, keine Hacker-Künste sind notwendig. Es ist ganz interessant, mal selbst in den Cables rumzustöbern.

Mir war es zu wenig, nur bei den Aktionen unten zu unterschreiben. Ich habe mein ebay-Konto und mein Amazon-Konto gekündigt und über die jeweiligen Kontaktformulare die Kündigung mit dem Vorgehen der Konzerne gegenüber Wikileaks begründet. Für die Kreditkarte sehe ich leider momentan keine Alternative. Falls noch mehr Leute kündigen, kann man wahrscheinlich mit der Zeit Gegendruck ausüben, selbst wenn die europäischen Zweige der Konzerne womöglich gar nicht beteiligt sind. Ich bin gespannt, ob irgendwer auf die Begründung eingeht. Ich möchte jedenfalls ein solches Geschäftsgebaren nicht weiter unterstützen.

Aktionen zum Unterschreiben gegen Pressezensur im Zusammenhang mit Wikileaks

http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks/beschreibung

http://campact.de/leaks/home

http://www.avaaz.org/de/wikileaks_petition/

und wie man an Wikileaks spenden kann auch ohne PayPal, Visa oder Mastercard:

http://wikileaks.ch/support.html

Übrigens: Wenn man Atomstrom als ablehnt und fossile Energieerzeugung drosseln möchte, kann man selbst ganz leicht aktiv werden. Einfach zu einem sauberen Anbieter wechseln, am besten zu einem, der den Ausbau der Alternativen Energien aktiv vorantreibt. Und natürlich möglichst wenig Energie nutzen. Es gibt keine Lücke in der Versorgung, wenn man den Stromanbieter wechselt, keine Angst. Und die Formalitäten übernimmt in der Regel der neue Anbieter, ähnlich wie beim Telefonanbieterwechsel, aber noch unkomplizierter.

Auch das Bankkonto kann man zu einer der wenigen ethisch und nachhaltig agierenden Banken umziehen – das ist schon etwas aufwändiger, aber auch kein Hexenwerk. Denn im Prinzip ist jeder, der ein Bankkonto und womöglich noch eine Lebensversicherung oder einen anderen Fonds hat, mitverantwortlich für unsaubere Geschäfte, so lange die bisherige Bank keine nachhaltigen Konten und Sparmöglichkeiten anbieten.

Endspurt: Fotowettbewerb Hering & Fischerei

März 31, 2009

Endspurt: Noch bis zum 1.4.2009 kann jeder mit bis zu vier Bildern am Fotowettbwerb der EUCC – Die Küsten Union Deutschland teilnehmen. Die Aktion macht auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Fischerei aufmerksam.

Die Fotos sollen aus einem 50 km-Umkreis um Wismar herum stammen. Das Thema kann kreativ umgesetzt werden, die Fotos müssen nicht aktuell sein. Die kreativsten Fotobotschaften werden mit Preisen ausgezeichnet und am 5.4.2009 auf der Abschlussveranstaltung der Wismarer Heringstage vorgestellt.

Teilnahmebedingungen und zum Wettbewerb: www.dolphinfund.de/fotowettbewerb.html

Angeblicher Niedergang der deutschen Solarenergiebranche

April 4, 2008

Leserbrief zu einem irreführenden Artikel von Anselm Waldermann auf Spiegel-online über die angeblich schädigenden Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf die deutsche Solarbranche.

IT-Branche mit riesigem Energiesparpotenzial

März 9, 2008

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) hat zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) eine Broschüre über notwendigen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in der Informations- und Kommunikations-Technik (IKT) aufgelegt. Die Broschüre „Klimaschutz und Ressourceneffizienz – Herausforderungen und Marktchancen für die Informationswirtschaft und Telekommunikation“ ist über das UBA online zu beziehen.

In Deutschland enfallen acht Prozent des Gesamtstromverbrauchs auf Informationstechnologie (IT) und Unterhaltungselektronik. Ein riesiges Einsparpotenzial bietet die Kühlung von Serverräumen und Rechenzentren. Andere Zieltemperaturen für die Rechnerräume und Beheizung der Büroräume mit der Abwärme sind Beispiele dafür, wie der clevere Bremer Firmenchef Harald Rossol seinen Stromverbrauch massiv drosseln konnte und gleichzeitig noch Heizkosten einsparte. Der Deutschlandfunk stellte ihn und seine Ideen in einem Bericht von der Computerelektronikmesse CeBIT in Hannover vor. Dort zählt green IT zu den diesjährigen Trendthemen.

Weitere Möglichkeiten, wie die Branche zukunftsfähig und effizient wirtschaften kann, werden in der Broschüre vorgestellt. Dazu gehören z.B. auch die Nutzung von Ökostrom und die umweltfreundliche Materialbeschaffung. Die Branche könnte ihre Energienutzung drastisch drosseln. Alleine schon die optimierte Kühlung birgt ein Sparpotenzial von über 50 Prozent, was sich natürlich auch auf die Betriebskosten auswirkt.

Weltweite nachhaltige Entwicklung: ein nobler oder Nobel-Anlass – Global sustainability: a nobel cause

Oktober 8, 2007

Vom 9. bis 10. Oktober treffen sich Persönlichkeiten aus aller Welt in Potsdam zum ersten interdisziplinären Symposium für eine nachhaltige Entwicklung der Welt. Unter ihnen sind fünfzehn Nobelpreisträger. Die Teilnehmenden vertreten Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Zwei Tage lang wird intensiv über Klimastabilisierung, Energiesicherheit und nachhaltige Entwicklung referiert und diskutiert werden.

Alle Vorträge und Diskussionsforen werden aufgezeichnet und online gestellt werden. Konferenzsprache ist Englisch. Auf den Internetseiten stehen schon jetzt deutsche Zusammenfassungen der ausführlicheren englischen Hintergrundberichte zum Abruf bereit.

In einem Abschlussdokument sollen konkrete Maßnahmen festgeschrieben werden, wie die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft verhindert oder abgewendet werden können. Dieses Potsdam-Memorandum wird für den 13. Weltklimagipfel der Vereinten Nationen Ende des Jahres in Bali/Indonesien als eine der Diskussionsgrundlagen dienen. Auf den jährlich stattfindenden Klimakonferenzen werden Maßnahmen-Kataloge erstellt, die das Kyoto-Protokoll von 1997 ersetzten sollen. Die Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls gelten noch bis 2012.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Schirmherrin und Teilnehmerin des jetzigen Treffens. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der World Wide Fund für Nature (WWF) richten die Veranstaltung aus mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Windkraft für alle

Oktober 2, 2007

Susanna Knotz (erstmals veröffentlicht am 28. März 2007 auf www.infobildungsdienst.de)

Kleine Fünf-Kilowatt-Windkraftanlagen könnten in Zukunft die Stromversorgung in abgelegenen, windreichen Regionen sichern. Die Kleinanlagen sind genauso kostengünstig wie Großanlagen. Die Anlagen können ohne großen Maschinenaufwand nur von Menschenhand aufgestellt werden. Die Gondel, die den Stromgenerator beherbergt, wiegt ohne Rotorblätter nur rund 110 Kilogramm. Die Windräder sind staub-, salz- und feuchtigkeitsgeschützt, wartungsarm und halten Windgeschwindigkeiten von Orkanstärke stand. Die Rotorblätter sind nämlich sehr flexibel, so dass sie vom Wind weggebogen werden und ihm somit weniger Angriffsfläche bieten. Außerdem hält das Material Temperaturen von -25 bis +50 °C aus.

Die Anlagen können alleine, im Verbund oder gekoppelt mit anderen Energiesystemen wie z.B. Dieselaggregaten oder Solarpaneelen arbeiten. Die Windräder können an alle möglichen Stromsysteme weltweit angepasst werden. Sie erzielen einen optimalen Wirkungsgrad unter unterschiedlichsten Bedingungen, d.h. sie liefern unter den herrschenden Bedingungen so gut wie immer optimale Leistung. Getestet wurde das System bisher an der schleswig-holsteinischen Küste mit steten, hohen Windgeschwindigkeiten und im Raum Kassel, einem Standort mit weniger Wind, der eher böig und turbulent bläst. An diesen beiden Orten haben sich die Kleinkraftwerke bewährt. Jetzt sollen sie noch ein Jahr lang an zwei weiteren deutschen Standorten, in Frankreich, Griechenland, Irland, Madagaskar und Spanien im Testbetrieb laufen. Die Erkenntnisse aus dem Probebetrieb werden in die Serienproduktion einfließen. Die Serie wird aeroSmart5 heißen und ab Mitte 2008 zu kaufen sein.

Vom BINE-Informationsdienst des Fachinformationszentrum (FIZ) Karlsruhe gibt es eine Broschüre (Autor: Dr. Franz Mayer) mit weiteren Informationen über das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt unter der Leitung der SMA Technologie AG aus Niestetal. Am Projekt beteiligt waren außerdem die microwind GmbH, Brühl, aerodyn Energiesysteme GmbH, Rendsburg, Institut für Elektrische Energietechnik Elektrische Energie-Versorgungs-Systeme (IEE-EVS) der Universität Kassel und das Institut für Solare Energieversorgunstechnik (ISET) e.V.; das Projekt stellt sich vor unter www.aerosmart.de.

Verfahrensleitfaden für die Entwicklung nachhaltiger Produkte

September 26, 2007

WissenschaftlerInnen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Berlin, und der Carl-von-Ossietzky-Universität, Oldenburg, stellen ihr praxiserprobtes Verfahren INNOCOPE zur Entwicklung nachhaltiger Produkte in einem Leitfaden vor.

Bei dem Verfahren steht die Einbeziehung von potenziellen Kunden und Verbrauchern schon während der Produktentwicklung im Vordergrund. Die WissenschaftlerInnen präsentieren Möglichkeiten, wie Konsumenten-Beteiligungen aussehen können und wie INNOCOPE kreativ an die Belange eines bestimmten Unternehmens/Produkts angepasst werden kann.

Kernziel ist es, mit Hilfe des Verfahrens nachhaltige und umweltfreundliche Produkte zu fördern, die sozialen und ökologischen Anforderungen gerecht werden. Dadurch, aber vor allem durch die Kundeneinbeziehung von Anfang an kann die Anzahl von Markt-Flops reduziert werden – bisher hält sich nur eine von sechzehn Neuentwicklungen, so Dr. Bernd Siebenhüner von der Universität Oldenburg.

Der Leitfaden und die experimentelle, nutzerfreundliche Software ECOCLASS, mit der der Ausstoß klimaschädlicher Gase während Produktion und Nutzung eines neuen Produkts berechnet werden kann, finden sich auf den Internetseiten des vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Projekts GELENA (Gesellschaftliches Lernen und Nachhaltigkeit) unter Projektinfo/INNOCOPE.

Als Datenbasis für die Software ECOCLASS wurden die Daten von GEMIS (Globales Emissionsmodell Integrierter Systeme) herangezogen. GEMIS wurde federführend vom Öko-Institut e.V. mit verschiedenen Partnern aus dem In- und Ausland schon Ende der Achtziger entwickelt. Gerade ist die aktuelle Version 4.4 mit neuen Datensätzen erschienen. GEMIS bezieht Rohstoffe, Energienutzung, Hilfs-Energiebedarf und -Materialien mit in die Ökobilanzierung ein. Neben dem inzwischen überall bekannten Treibhausgas Kohlendioxid werden auch andere umwelt- und klimaschädliche Gase berücksichtigt, sowie flüssige und feste Reststoffe und der Flächenbedarf eines Projektes.


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